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„Voller Erfolg: Auerbacher Töpfermarkt 2016“

veröffentlicht am 31.08.2016 14:42 Uhr

Der traditionelle Töpfermarkt in Auerbach wurde Mitte August zum Anziehungspunkt der Freunde handgemachter Keramik. In seiner Größe einmalig im Vogtland, präsentierte der Markt in einer fast unüberschaubaren Fülle die kreativen Schönheiten der Töpferkunst.

Stolze 58 Töpferhandwerker aus Deutschland, Tschechien und Ungarn kamen nach Auerbach und boten ihre Ware feil. Viele von ihnen waren schon mehrfach dabei - die vogtländischen Kunden schätzen die gebotene Vielfalt. Perfekt organisiert wurde der Markt von Auerbachs Töpfermeister Helmut Forner, der das Ganze nun schon zum 19-mal auf die Beine stellte. „Wir haben alle Handwerker gut untergebracht. Die Töpfer lobten die schöne Stadtkulisse rund um den Altmarkt, vor allem aber die gute Kauflaune der Kunden“, freute sich Forner.
 
Die Besucher zog es aus mehreren Gründen in die Drei-Türme-Stadt: wegen der Keramikware, dem von der Auerbacher Händlerschaft organisierten Einkaufssonntag sowie dem kostenlosen Hörgenuss feinster Jazz- und Dixieland-Klänge. Seit Jahren gilt nämlich bei den Auerbacher Markt-Organisatoren das Motto „Ton und Töne“.
 
Los ging es musikalisch mit dem Jazz bereits am Samstag Vormittag. Die 1973 in Zwickau gegründet „Bourbon-Jazz-Band“ schmetterte ihre Dixieland-Töne sichtbar fröhlich und gut motiviert unters Volk. Schnell registrierten die Musiker ihren Bekanntheitsgrad beim Publikum. Einige Zuhörer ließen es sich nicht nehmen, ein Tänzchen aufs Parkett, oder besser auf das Kopfsteinpflaster des Altmarktes, zu legen
 
Nach den Zwickauern folgten Künstler aus Dresden. „Die Blue-Wonder-Jazzband ist immer ein Garant für gute Musik. Klasse, das die Jungs auch dabei sind“, freute sich Auerbachs Töpfermeister Helmut Forner. Die „Jungs“ (gemeint sind sieben Musiker jenseits der 70) spielten eine flotte Sohle und ließen Jazz-Klänge der „Goldenen zwanziger Jahre“ hören. „Feine Musik, sauber gespielt“, lobte Forner.
 
Den musikalischen Höhepunkt erreichte der Töpfermarkt mit dem Auftritt einer jungen Frau mit Harfe. Was Marie-Marie aus München auf die Auerbacher Bühnenbretter legte, ließ selbst die 58 Töpfer in ihren Verkaufsgesprächen pausieren. Alle lauschten den fantastischen Klängen und dem Gesang der Künstlerin. Marie-Marie spielte auf ihrer Elektro-Harfe schillernden, einfühlsamen Jazz. Sie kreierte Songs mit eingängigen, phantasievollen Melodien. Ein tolles Hörgenuss, für den man an anderen Auftrittsorten sicherlich viel Geld zahlen muss.
 
Töpfer-Tag zwei begann mit einem zweistündigen Konzert der „Köstritzer Jazzband“. Die Musiker der bekannten Schwarzbierbrauerei gehören seit Jahren zum Programm des Marktes. „Die Männer spielen Soul- und Latinjazz mit hohem handwerklichen Können“, lobte René Tümpner, selbst einmal Berufsmusiker bei den Gipsy`s und heute musikalischer Organisationschefs des Töpfermarktes.
 
Nach den Köstritzer Jazzern folgte Tina Tandler, die mit ihrem Saxophon echtes Kaiser-Flair nach Auerbach brachte. „Ich gehöre zur Live-Band von Roland Kaiser und begleite den Star auf seinen Tourneen. Wir sind derzeit viel unterwegs. Es war für mich schwierig, den Termin für Auerbach freizuhalten“, erklärte die charmante Musikerin.  (c/o: Hagen Hartwig)