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Töpfermarkt 15./16.08.2009

Töpfermarkt 2009

Tönernde Kunst, tolle Jazzmusik, prima Flair

Tausende Besucher zum 13. Auerbacher Töpfermarkt

Der traditionelle Töpfermarkt in Auerbach wurde auch 2009 wieder zum Anziehungspunkt tausender Freunde handgemachter Keramik. Fast sechzig Handwerker aus der ganzen Bundesrepublik, Ungarn und Tschechien präsentierten dabei Töpferkunst in allen Stilrichtungen. Umrahmt wurde der Markt von erstklassiger Jazzmusik und pfiffiger Gastronomie.

„Der Auerbacher Töpfermarkt ist zum festen Bestandteil unserer städtischen Veranstaltungen geworden. In diesem Jahr ist es bereits der dreizehnte Markt und diesmal besonders vielfältig. Durch den Abriss von drei alten Häusern an der Amtsstraße haben wir mehr Fläche zur Verfügung bekommen“, so Reinhard Kahle, Vorsitzender des Stadtmarketingvereins WiA.

Dicht an dicht standen die Verkaufsstände der Töpfer auf dem Altmarkt, die Auswahl der angebotenen Keramik war fast unüberschaubar. Töpfermeister Helmut Forner aus Schnarrtanne brachte im Vorfeld des Marktes organisatorisch alles unter einen Hut. „Wir haben bereits im zeitigen Frühjahr die Handwerker eingeladen und waren über die vielen Zusagen erfreut“, lobte Forner. Nach Auerbach gekommen waren dann 58 Töpfer mit ihren unterschiedlichsten tönernden Angeboten. Großer Anziehungspunkt waren vor allem die Keramikstände aus der Ober- und der Niederlausitz. „Rund um Neukirch bei Bautzen war zur DDR-Zeiten die Hochburg der ostdeutscher Töpfer, der gute Ruf dieser kreativen Handwerker hat sich bis heute gehalten“, erklärte Helmut Forner. Selbstverständlich waren auch vogtländische Töpferwerkstätten präsent, Helmut Forners Keramik ging weg wie warme Semmeln.

Eine treue Seele auf Auerbachs Töpfermarkt ist Handwerksmeister Andreas Biebach. Der in Hohenleipitsch (Niederlausitz) ansässige Töpfer ließ bisher keinen der Auerbacher Märkte aus. Meister Biebach schätzt die gute Organisation und das Ambiente in der Drei-Türme-Stadt. „Ich kenne viele ähnliche Märkte im Lande. Der hier in Auerbach ist ein ganz besonderer, darum bin ich immer wieder dabei“, betonte Biebach. Seine filigrane Kunst aus Ton lag voll in der Gunst der Kunden, bereits am Samstag Abend waren viele am Morgen noch volle Transportkisten leergekauft. „Da musste ich schnell für Nachschub aus meiner Werkstatt sorgen. Ein flinker Helfer hat die Ware in der Nacht noch herangeschafft“ so Andreas Biebach.

Viele der Besucher bummelten entspannt über den Töpfermarkt, schauten sich einfach nur um und überlegten sich gründlich ihre Kaufabsichten. Schließlich hat gute Keramik auch ihren Preis, gekauft wurde daher wohlüberlegt und nur in kleinerer Stückzahl. Trotzdem konnten die Händler am Ende des Marktes eine positive Bilanz ziehen, tausende Besucher brachten die Kassen schon zum Klingeln. Große Anerkennung bekamen die Organisatoren des Marktes von allen Beteiligten: „Egal, ob WiA, die Töpferei Forner, die Sponsoren oder die Stadtverwaltung und der Bauhof. Alle haben an einen Strang gezogen und zu diesem guten Ergebnis beigetragen“, lobte Auerbachs Bürgermeister Gerd Badstübner. (HH)