Inhalt
Guter Ton macht die Musik - und schönes Wetter Größter vogtländischer Töpfermarkt lag in der Gunst der Besucher
(20./21.08.2011) Der Auerbacher Töpfermarkt war am Wochenende erneut Anziehungspunkt tausender Besucher. Fast schon traditionell schönes Wetter, gepaart mit toller Jazz- und Swingmusik zog die Freunde handgemachter Keramik in Scharen aus dem ganzen Vogtland, dem Erzgebirge, aus Thüringen und sogar Bayern an. Einmalig im Vogtland, präsentierte der Markt in einer fast unüberschaubaren Fülle die kreativen Schönheiten der Töpferkunst.
"Der Auerbacher Töpfermarkt gehört zum festen Termin in unserer Handwerksinnung, immerhin gibt es ihn schon seit 15 Jahren", so Helmut Forner. Der in Auerbach und Schnarrtanne ansässige Töpfermeister und WiA-Mitglied hob im Jahr 1996 den ersten Mark aus der Taufe. Bis heute hält Forner zuverlässig alle Fäden der Veranstaltung zusammen und ist bei seinen Zunftkollegen beliebt.
Die Auswahl der angebotenen Keramik war wieder enorm, ein Verkaufsstand reihte sich an den nächsten. 58 Töpfer aus Deutschland, aus Tschechien und Ungarn kamen dieses Jahr nach Auerbach. Eine gern gesehener Künstler auf Auerbachs Töpfermarkt ist der singende Töpfermeister Günter Meisner. Der in Görlitz ansässige Kunsthandwerker mag die Atmosphäre in der Drei-Türme-Stadt. Das Besondere an seiner Art das Handwerk auszuüben, ist der Gesang. Stundenlang sang Günter Meisner aus voller Kehle und arbeitet nebenbei sogar noch an der Töpferscheibe.
Die Besucher genossen den Bummel über den Töpfermarkt, so manche private Keramik-Sammlung erhielt wieder Zuwachs um ein paar sehenswerte Stücke. Dass der Sonntag gleichzeitig verkaufsoffen war, erwies sich als Glücksfall für die Shoppingfreunde.
Erstklassige Jazzmusik zum Nulltarif
Das musikalische Startsignal für die Töpfer und Marktbesucher gaben die Jazzer der Dixieland-Six-Band aus Plauen. Die Jungs aus der Vogtlandmetropole staunten nicht nur über den hohen Zuhörerandrang sondern auch über die extra Begrüßung durch Auerbachs Oberbürgermeister Manfred Deckert. Revanchiert haben sie sich dafür mit feinem Swing, Boogie-Woogie und Charleston-Musik.
Abgelöst wurden die Plauener Musiker von der legendären Köstritzer Jazzband. Die fünf Musiker legten frisch und munter los, machten jazzigen Dampf und bekamen dafür jede Menge Beifall. „In puncto Live-Jazz sind die Köstritzer unschlagbar. Wir haben sie schon oft zum Töpfermarkt begrüßen können“, erklärte Veranstaltungschef René Tümpner. Als ehemaliger Berufsmusiker freute sich Tümpner über die interessante musikalische Mixtur zum diesjährigen Töpfermarkt. „Ich freue mich besonders auf das sächsische Swing-Quartett Passage und den Berliner Jazzer Markus Klossek“, so René Tümpner.
Den musikalischen Höhepunkt erreichte der Töpfermarkt mit dem Auftritt einer jungen Frau mit Harfe. Was Marie-Marie aus München auf die Auerbacher Bühnenbretter legte, ließ selbst die 58 Töpfer in ihren Verkaufsgesprächen pausieren. Alle lauschten den fantastischen Klängen und dem Gesang der Künstlerin. Marie-Marie spielte auf ihrer Elektro-Harfe schillernden, einfühlsamen Jazz. Zusätzlich begleitet von Bass und Drums, kreierte sie Songs mit eingängigen, phantasievollen Melodien. Ein tolles Hörgenuss, für den man in anderen Auftrittsorten sicherlich viel Geld zahlen muss. (Text/Foto: HH)



